Maragogipe
Maragogipe ist eine seltene Arabica-Varietät aus der Typica-Gruppe und entstand als natürliche Mutation der Varietät Typica. Entdeckt wurde sie um 1870 nahe der brasilianischen Stadt Maragogipe im Bundesstaat Bahia, nach der sie auch benannt wurde.
Charakteristisch für Maragogipe sind ihre außergewöhnlich großen Bohnen, Blätter und Kaffeekirschen sowie die größeren Abstände zwischen den Blattknoten. Diese Merkmale gehen auf eine natürliche genetische Mutation zurück, die das Wachstum der Pflanze maßgeblich beeinflusst.
Die Varietät liefert vergleichsweise geringe Erträge und gilt als anfällig für verschiedene Krankheiten. Aus diesem Grund wird sie heute nur noch in begrenztem Umfang angebaut und häufig durch leistungsfähigere Varietäten ersetzt.
Trotz ihrer geringen Verbreitung besitzt Maragogipe eine große züchterische Bedeutung. Sie ist ein Elternteil der Varietät Pacamara, einer Kreuzung aus Pacas und Maragogipe. Auch die Varietät Maracaturra trägt die Genetik von Maragogipe in sich und entstand aus einer Kreuzung mit Caturra.
In der Tasse zeigt Maragogipe häufig einen weichen Körper, eine angenehme Süße und feine florale sowie fruchtige Aromen. Aufgrund der großen Bohnen wird sie gelegentlich auch als „Elefantenbohne“ bezeichnet.