Pacamara
Pacamara ist eine gezielt gezüchtete Kreuzung aus Pacas und Maragogipe, entstanden Mitte des 20. Jahrhunderts am Instituto Salvadoreno de Investigaciones del Café (ISIC) in El Salvador. Pacas ist eine natürliche Mutation der Bourbon-Varietät, bekannt für kompakte Pflanzen und gute Produktivität. Maragogipe ist eine Mutation von Typica, bekannt für sehr große Bohnen ("Elefantenbohnen") und spannende Cup-Qualität.
Somit setzt sich der Name Pacamara aus "Paca" und "Mara" zusammen.
Die Varietät gilt als genetisch instabil - Nachkommen können teilweise wieder in eine der Elternlinien zurückfallen, was Sortenreinheit schwerer macht und ihre Verbreitung begrenzt.
Pacamara wächst vor allem in Mittelamerika: El Salvador - traditioneller Ursprung, Nicaragua, Guatemala aber auch Kolumbien und Peru. Höhenlagen sind hier typischerweise zwischen 1.200 und 2.200 m ü.N.N., wobei sich ein höherer Anbau auf die Dichteeigenschaften und somit positiv auf die Aromadichte auswirkt. Der Strauch ist ziemlich anfällig für Kaffeekrankheiten wie den Kaffeerost und andere Schädlinge.
Die Bohnen sind sehr groß, oft deutlich über den klassichen Arabica-Screens.
Typische Geschmacksprofile beinhalten fruchtige Noten von roten Beeren und tropischen Früchten, sowie florale Anklänge mit ausgewogener, oft lebhafter Säure.
Weitere Varianten von Pacamara sind "Red Pacamara" und "Yellow Pacamara".