K7
K7 ist eine traditionelle Arabica-Varietät der Bourbon-Typica-Gruppe, die eng mit Bourbon verwandt ist. Sie geht auf die sogenannte French Mission zurück, eine Gruppe von Bourbon-Kaffees, die im 19. Jahrhundert nach Ostafrika gelangte.
In Kenia wurde K7 durch eine individuelle Farmer-Selektion von R. H. Walker weiterentwickelt. Über fünf Generationen wurden geeignete Pflanzen aus der ursprünglichen Population selektiert, die zuvor an den Scott Agricultural Laboratories angebaut und untersucht worden war. 1936 wurde K7 in Kenia offiziell freigegeben.
Die Varietät wächst relativ groß und gehört zu den traditionellen, nicht-introgressiven Arabica-Varietäten. Im Gegensatz zu modernen Züchtungen wie Ruiru 11 oder Batian besitzt sie keine eingekreuzte Coffea-canephora-Genetik.
K7 wird heute vor allem als genetisches Ausgangsmaterial für Züchtungsprogramme in Kenia und Tansania genutzt. Ihre Bedeutung liegt damit weniger in einer besonders weiten Verbreitung im kommerziellen Anbau als in ihrer Rolle als Elternteil moderner ostafrikanischer Varietäten.